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Innovationsprojekt

Abwärme aus Rechenzentren sinnvoll nutzen

Damit die Abwärme aus dem Betrieb der wachsenden Anzahl von Rechenzentren nicht einfach verpufft oder teuer runtergekühlt werden muss, entwickelt und pilotiert die DENEFF zusammen mit den Projektpartnern IWN und der Universität Stuttgart innovative Geschäftsideen und Tools für die sinnvolle Nutzung dieser Energiequelle. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Projektzeitraum

April 2021 - März 2024

Die Akteure

Universität Stuttgart & Innovative Wärmenetze GmbH

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Das Projekt

Rechenzentren haben einen immens hohen Stromverbrauch. Verursacht wird dieser nicht nur durch die Rechenleistung, sondern auch durch die Kühlung der Geräte. Denn Computer werden bei der Arbeit sehr heiß. Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Geschäfts- und Kooperationsmodellen zur sinnvollen Nutzung dieser Abwärme.

Erarbeitet werden praktikable Szenarien für den „Wärmeaustausch“. Dazu gehören technische Aspekte: Wie kommt die Wärme von A nach B? Vor allem aber gilt es betriebswirtschaftliche, juristische und kommunikative Fragen zu klären: Wer sind überhaupt mögliche Abnehmer der Wärme? Unter welchen Umständen haben sie Interesse am Wärmebezug? Wann rechnet sich die Wärmelieferung? Ist es besser, Energiedienstleister einzuschalten oder das Geschäft direkt abzuwickeln?

Eine Lösungs- und Kooperationsplattform soll dazu beitragen, dass Rechenzentren die Abwärmenutzung von Anfang an mitdenken und -planen.

Hintergrund

Nach Expertenschätzungen wächst der Strombedarf von Rechenzentren bis zum Jahr 2025 nochmals um 30 Prozent. Ein bedeutender Faktor ist die Digitalisierung. Nicht nur verbraucht die Arbeit der Computer Strom, sondern auch deren Kühlung. Selbst bei immer effizienteren Anlagen wird Abwärme entstehen, vermutlich in zunehmendem Maße. Sie nicht zu nutzen, ist Energie- und Geldverschwendung.

Dabei kann die Abwärme eine Erlösquelle für das Rechenzentrum und eine günstige und vor allem grüne Energiequelle für Wärmeabnehmer wie Wohnquartiere, Gewerbebetriebe oder kommunale Einrichtungen wie Schwimmbädern sein. Denn wenn der Strom für die Rechner aus regenerativen Quellen stammt, kann auch die Abwärme als grüne Energie gelabelt werden.

So gehen wir vor

Um zu verstehen, warum die Abwärme von Rechenzentren bislang so wenig genutzt wird, analysieren wir im ersten Schritt Anforderungen und Wünsche von Betreibern und typischen Wärmeabnehmern wie Immobilienunternehmen, Energieversorgern, Gewerbebetrieben oder Kommunen.

Für einen schnellen Klimabeitrag erarbeiten wir erste Lösungsideen und -entwürfe wie z.B. einen Wirtschaftlichkeitsrechner, Baukästen für die Vertragsgestaltung oder Finanzierungsmodelle, die mit den Beteiligten regelmäßig besprochen und weiterentwickelt werden. So soll über die nächsten Monate eine Online-Plattform mit dem Namen „Bytes2Heat“ für die Anbahnung und Umsetzung von konkreten Abwärmeprojekten entstehen. Begleitende Pilotprojekte werden zeigen, wie die Ideen in der Realität umsetzbar sind.

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Mira Weber
Projektmanagerin

+49 (0) 176 30 75 60 46
mira.weber@deneff.org

Termine

  • 30
    Nov.

    30. November 2021

    DENEFF-AG-Tage im November/Dezember

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  • 1
    Dez.

    1. Dezember 2021

    Kernvorstandssitzung II mit anschl. Umtrunk

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