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Innovationsprojekt

Standardisierte, praxistaugliche Energie- und Klimadaten für die Immobilienwirtschaft verfügbar machen

Nutzerzentriert einen einheitlichen Energie- und Klimadatenstandard entwickeln und Entscheidungen ableiten.

Projektzeitraum

Januar 2018 - Mai 2019 (Phase 1) Dezember 2020 - November 2022 (Phase 2)

Die Akteure

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Das Projekt

Bei der Entwicklung oder Bewirtschaftung von Immobilien stützen sich die Verantwortlichen in der Regel auf Kennzahlen – beispielsweise Prognosen zum Einfluss einer Maßnahme auf die Objektrendite oder Vermietbarkeit, Angaben zur Kostenentwicklung und Risiken.

Mit Abschluss des DENEFF Projekts Datenkonzept für mehr Klimaschutz in Gewerbeimmobilien im Jahr 2017 stehen endlich auch für das Thema Klima und Energie entscheiderorientierte Kennzahlen zur Verfügung. Dass sie sich ohne größeren Aufwand in die gängigen Managementsysteme integrieren lassen, erhöht die Chance auf eine breite Anwendung und damit die Umsetzung von Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen im Immobiliensektor.

Ein Set an wenigen, aber aussagekräftigen Kennzahlen hilft Nachhaltigkeitsexperten beim Klima-Reporting, Asset Managern bei der Bewirtschaftung und dient Portfolio-Managern bei der Investmentstrategie.
Im Sinne eines niedrigschwelligen Zugangs lassen sich in einer Excel-Anwendung mit nur wenigen Eingaben auf Knopfdruck ausgewählte Kennzahlen erzeugen und grafisch darstellen.

Das Projekt wurde mit dem ImmobilienManager Award 2020 in der Kategorie Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

Hintergrund

Auf Gebäude entfallen rund ein Drittel des gesamten deutschen Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen. Um Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2045 zu erreichen, muss der Energieverbrauch über alle Gebäudearten erheblich gesenkt werden – was teils erhebliche Investitionen nach sich ziehen wird.

Nur mit Angaben zu verbrauchten Kilowattstunden oder ausgestoßenen Tonnen CO2 lassen sich millionenschwere Entscheidungen über Investitionen in Bestandsgebäude oder den Ankauf neuer Gebäude aber nicht sicher fällen. Also brauchen die Immobilieneigentümer Informationen, idealerweise in Form von eindeutigen Kennzahlen. Und diese fehlten bislang fehlten in Bezug auf Klima und Energie.

So gehen wir vor

Um zu verstehen, wer in Immobilienunternehmen die Investitionsentscheidung fällt, welche Informationen diese Personen brauchen und wünschen, haben wir viele unterschiedliche Menschen in Immobilienunternehmen befragt. Gemeinsam haben wir dann ein Set aussagekräftiger Kennzahlen und ein Excel-Sheet zur Datenaufbereitung entwickelt.

Der Datenstandard wird aktuell weiterentwickelt und ist künftig auch für Wohnimmobilien nutzbar. Hierbei liegt der Fokus auf der Integration in automatisierte Messsysteme und Energiemanagementsysteme. Zusätzliche Handlungsempfehlungen geben Nutzern Hinweise für ihr konkretes to do. In Zusammenarbeit mit der Brancheninitiative IBPDI (initiiert unter anderem von Microsoft) unterstützen wir die Verbreitung von datenbezogenen Managementsystemen zum Thema Energie und Klima.

Die Eventreihe „Real Green“ ergänzt die technische Lösung um regelmäßige Seminare. Hier erfahren Immobilienexperten strukturiert und gewohnt praxisnah, wie sie das Ziel der Klimaneutralität in ihren Portfolien erreichen können: angefangen von den Elementen einer Strategie, über nützliche Tools und gute Praxisbeispiele unterstützen wir beim Know-How-Aufbau und Vernetzung. Ein neuer Wettbewerb für Immobilienunternehmen wird zukünftig die effektivsten Klimaschutzstrategien auszeichnen.

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