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Innovationsprojekt

Verbraucher und Finanzdienstleister für (tatsächlich) grüne Finanzprodukte begeistern

Projektzeitraum

Juli 2020 - Dezember 2022

Die Akteure

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Das Projekt

Der Verbraucherkompass unterstützt Menschen bei der Auswahl grüner Finanzprodukte. Das Onlineportal im Rahmen der Kampagne „Mein Klimaschutz“ des Bundesumweltministeriums bietet anbieterneutrale Information und Links zu unabhängigen Produktfindern. So verhilft es zu einem besseren Verständnis der komplexen Thematik und zu einer seriösen Entscheidungsgrundlage.

Nachhaltige Finanzprodukte sind eine wesentlicher Baustein zur Deckung des großen und weiter steigenden Investitionsbedarfs in grüne Infrastruktur, grüne Gebäude, grüne Industrie, grünen Verkehr – in eine nachhaltige Wirtschaft.

Mit dem Verbraucherkompass soll einerseits die Nachfrage nach entsprechenden Finanzprodukten gesteigert werden, andererseits das Produktangebot wachsen – und beides zusammen zur Entwicklung eines möglichst grünen Finanzsystems beitragen.
Das heißt, dass Verbraucher*innen im Portal erfahren, was unter einem grünen oder nachhaltigen Finanzprodukt zu verstehen ist, woran ein (tatsächlich) nachhaltiges Finanzprodukt zu erkennen ist, und wo es diese Produkte gibt.
Banken, Sparkassen und Investmentfonds wiederum haben die Möglichkeit, in Workshops Ideen für Produkte zu entwickeln, die den zunehmend strengen rechtlichen Anforderungen genügen, und lernen neue Ansätze für die Kundenansprache kennen.

Hintergrund

Die Finanzwirtschaft, und damit auch private Geldanlagen und Kredite, sind ein riesiger Hebel für den Klimaschutz. Verbraucherinnen und Verbraucher haben durch ihr Vermögen eine enorme Marktmacht – die sie für mehr Klimaschutz nutzen können. Mithilfe grüner Finanzprodukte können Finanzströme effektiv in grüne Projekte umgelenkt werden und Anbieter gleichzeitig Klimarisiken durch den Klimawandel in den Griff bekommen.
Schon jetzt ist her vieles möglich: von nachhaltigen Banken über Investmentfonds zu Klimaschutz-Technologien abzielende bis zu grünen Krediten für das Eigenheim.

Und vieles spricht für grüne Finanzprodukte: nachhaltige Geldanlagen sind sicher und renditestark, da sie langfristig orientiert sind und auf Zukunftstechnologien setzen. Wer heute noch in Kohle und andere überkommene Geschäftsmodelle investiert, muss damit rechnen, Geld zu verlieren.

Für eine grüne Finanzwirtschaft ist entscheidend, dass Verbraucher und Anbieter die Vorteile und Bedingungen kennen. Verbraucher und Verbraucherinnen müssen den Unterschied zwischen herkömmlichen und nachhaltigen Finanzprodukten verstehen und Vorurteile ablegen, etwa dass grüne Geldanlagen keine Rendite abwerfen. Aufseiten der Anbieter ist es wichtig, unter rechtlichen, vertrieblichen und Risiko-Gesichtspunkten zu erkennen, dass nachhaltige Produkte sich zunehmend lohnen, während herkömmliche Produkte an Attraktivität und Rendite einbüßen werden.

So gehen wir vor

Um ein nutzerfreundliches Informationsportal zu entwickeln, mussten wir zunächst herausfinden, wie Finanzentscheidungen real gefällt werden, was Verbrauchern wichtig ist und auf welchen Erfahrungen ihre Entscheidungen gründen. Dazu haben wir Privatanleger „auf die Couch gelegt“, im Detail befragt, was sie über grüne Finanzprodukte wissen, welche Fragen oder Bedenken sie haben und was sie überzeugen würde.

Die Ergebnisse aus diesen qualitativen Befragungen bilden die Grundlage eines Wissensportals für Verbraucher, dass ab Herbst 2021 das Portal www.mein-klimaschutz.de ergänzen wird. Es bündelt sonst sehr verstreute Informationen zum Thema und bietet Durchblick im Angebotsdschungel.

Parallel dazu finden die gewonnenen Erkenntnisse über Kundenwünsche und -bedenken Eingang in einen Workshop mit Banken, Sparkassen und Investmentfonds, um daraus Ideen für neue Produkte zu entwickeln – für eine zu erwartende steigende Nachfrage.

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Lorenz Rombach
Manager Kommunikation

+49 (0) 30 36 40 97 01
lorenz.rombach@deneff.org

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