Bundeshaushalt 2026:

DENEFF mahnt langfristige Planungssicherheit an

Pressemitteilung vom 28. November 2025 

Berlin. Anlässlich der heutigen Verabschiedung des Bundeshaushalts 2026 und des Wirtschaftsplans für den Klima- und Transformationsfonds (KTF) im Deutschen Bundestag drängt die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) auf langfristig verlässliche Investitionsanreize zur Steigerung der Energieeffizienz. Die Ausgaben des Klimatransformationsfonds für 2026 sinken gegenüber dem Vorjahr, insbesondere im Gebäudebereich. Aus Sicht der DENEFF wäre ein deutlicheres Investitionssignal für die angestrebte wirtschaftliche Erholung erforderlich und um steigenden Energiesystemkosten sowie einer daraus resultierenden Subventionsspirale entgegenzuwirken.

Mit Blick auf 2027 und die Folgejahre müssen darum die knappen Haushaltsmittel fokussierter dort eingesetzt werden, wo sie heimische Wertschöpfung steigern und Importabhängigkeit und Systemkosten dauerhaft senken.

Zugleich warnt die DENEFF vor der Zweckentfremdung wichtiger Haushaltsmittel, die für die Transformation dringend erforderlich seien. Das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz (SVIK) und der Klima- und Transformationsfonds (KTF) müssen konsequent auf zusätzliche klimafreundliche Investitionen fokussiert werden, die Wettbewerbsfähigkeit stärken und zugleich Effizienz, Innovation und Wertschöpfung fördern.

Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF, erklärt: „Investitionen in effiziente Gebäude und Industrieprozesse sind derzeit auf einem Tiefstand, während im Haushalt Mittel für wichtige Förderprogramme für inländische Anbieterbranchen unsicherer werden. Umso mehr gilt es Investitionssignale dort zu setzen, wo sie heimische Wertschöpfung sichern, Energiekosten reduzieren und Wettbewerbsfähigkeit stärken."

Die DENEFF kritisiert die Kürzungen bei der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Haushalt 2026 scharf. Das Niveau von 2025 müsse unbedingt gehalten werden, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen. Positiv bewertet die DENEFF die stabile Finanzierung der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) und der Förderung der klimafreundlichen Wärmeversorgung (BEW), die in den kommenden Jahren erhalten bleiben muss, um die notwendige Planungssicherheit zu schaffen.

Um den öffentlichen Haushalt zu konsolidieren, sind die großen Posten der Energiepreissubventionen zudem konsequent an Gegenleistungen in Form von Investitionen in die Dekarbonisierung, wie der Steigerung der Energieeffizienz und der Steigerung der nachfrageseitigen Flexibilität zu knüpfen. Förderung sei jedoch nur ein Puzzlestück. „Investitionssicherheit schaffen heißt Haushalt, Förderung und Ordnungspolitik zusammenzudenken", so Noll mit Blick auf die bevorstehenden Novellen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG). Starke Standards und verlässliche Rahmenbedingungen seien entscheidend in Zeiten knapper Kassen.

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Über die DENEFF

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) ist ein unabhängiges, branchenübergreifendes Netzwerk von Vorreiterunternehmen und -organisationen, die ökonomisch und politisch für eine ambitionierte und effektive Energieeffizienzpolitik eintreten. Mit rund 250 Mitgliedsunternehmen ist die DENEFF das führende Energiewendenetzwerk in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie unter www.deneff.org.