Gebäudeenergie

Koalition verschiebt Eckpunkte erneut. Weiter Unsicherheit.

Pressemitteilung vom 11. Dezember 2025 

Berlin. Der Koalitionsausschuss hat gestern die Vorlage der Eckpunkte für das künftige Gebäudeenergierecht erneut verschoben: Statt wie angekündigt vor Jahresende sollen sie nun erst Ende Januar 2026 vorliegen. Aus Sicht der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) verlängert dies die Unsicherheit für Unternehmen, Eigentümer und Investoren. Inhaltlich geht der heutige Beschluss kaum über den Koalitionsvertrag hinaus; die Modernisierungsstrategie für den Gebäudebestand bleibt damit weiter offen.

Henning Ellermann, geschäftsführender Vorstand der DENEFF:

„Die Entscheidung bedeutet leider erst einmal weitere Unsicherheit im Gebäudesektor, die dringend benötigte Investitionen ausbremst. Wenn der neue Name ‚Gebäudemodernisierungsgesetz' jedoch genutzt wird, um die energetische Sanierung des Bestands ganzheitlich und unter Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie voranzubringen, kann daraus ein kraftvoller Impuls für Wachstum, Wertschöpfung und Wärmewende entstehen. Dafür braucht es jetzt Klarheit, Ambition und Tempo."

Positiv wertet die DENEFF, dass ein Kabinettsentwurf nach Festlegung der Eckpunkte „umgehend" folgen soll. Entscheidend wird sein, dass die Bundesregierung diesen Zeitplan tatsächlich einhält und den künftigen Rechtsrahmen zielführend, klar und verlässlich fortschreibt.

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Über die DENEFF

Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) ist ein unabhängiges, branchenübergreifendes Netzwerk von Vorreiterunternehmen und -organisationen, die ökonomisch und politisch für eine ambitionierte und effektive Energieeffizienzpolitik eintreten. Mit rund 250 Mitgliedsunternehmen ist die DENEFF das führende Energiewendenetzwerk in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie unter www.deneff.org.