Gebäudemodernisierungsgesetz: DENEFF begrüßt zügige Umsetzung von EU-Gebäuderichtlinie
Pressemitteilung
Berlin, 24. Februar 2026 – Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) begrüßt das klare Bekenntnis der Regierungsfraktionen zur vollständigen Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) in den Eckpunkten zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG). Die europäischen Vorgaben schafft verlässliche Rahmenbedingungen, die nun zügig in der Gesetzesnovelle und in der Förderpolitik Niederschlag finden müssen: Das heißt sowohl einen Fokus auf die schnellere Ertüchtigung energetisch schlechter Bestandsgebäude als auch einen Nullemissionsstandard im Neubau.
„Die konsequente Umsetzung der EPBD ist ein wichtiges Signal für Investitionssicherheit und europäische Verlässlichkeit“, erklärt Henning Ellermann, geschäftsführender Vorstand der DENEFF. Mit Blick auf die geplanten Neuregelungen für Heizungen und Grüngasquoten mahnt er: „Die Bezahlbarkeit von Wärme, und das Lösen aus dem Klammergriff unserer massiven Energieimportabhängigkeit wird maßgeblich davon abhängen, wie stark Effizienzpotenziale und der Austausch fossiler Heizungen im Bestand tatsächlich aktiviert werden.“ Bei der Ausgestaltung der Eckpunkte seien deshalb Nachbesserungen notwendig, um die richtigen Anreize zu setzen. Immerhin wurde die auskömmliche Finanzierung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bis mindestens 2029 versprochen.
Nach einer Phase erheblicher Verunsicherung und Investitionszurückhaltung im Heizungs- und Sanierungsmarkt könnten die angekündigten Vereinfachungen zumindest zu mehr Planungssicherheit beitragen. „Der Markt braucht klare und stabile Rahmenbedingungen. Es ist zu hoffen, dass die neuen Vorschläge zumindest zur Beruhigung beitragen“, so Ellermann. Die Eckpunkte enthalten jedoch noch eine Reihe von uneindeutigen, teils auch widersprüchlichen Aussagen. „Sicher scheint jedoch: Im Heizungskeller gilt künftig wohl eher weniger Ambition beim Klimaschutz.“
Die gesetzliche Verankerung und Aufstockung der Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) ist ein wichtiges Signal für den Markt ebenso wie die angekündigte Novelle der Wärmemarktregulierung. Dabei sollen Verbraucherinteressen durch eine verpflichtende Preistransparenzplattform für alle Wärmeversorger gestärkt und eine Schlichtungsstelle geschaffen werden. Für die Absicherung von Investitionen in die Dekarbonisierung des Wärmemarktes sollen die Wärmelieferanten und Energiedienstleister die Möglichkeit zur angemessenen Weitergabe der Kosten von Dekarbonisierungsinvestitionen erhalten.
Rüdiger Lohse, Geschäftsführer des DENEFF EDL_HUB betont hierzu, dass sich im Eckpunktepapier wesentliche Zielsetzungen der Energiedienstleister widerspiegeln: “Nun wird entscheidend sein, Investitionssicherheit, Verbraucherschutz und Bezahlbarkeit in der Formulierung des Wärmepakets ausgewogen auszutarieren.”
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Über die DENEFF
Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) ist ein unabhängiges, branchenübergreifendes Netzwerk von Vorreiterunternehmen und -organisationen, die ökonomisch und politisch für eine ambitionierte und effektive Energieeffizienzpolitik eintreten. Mit rund 250 Mitgliedsunternehmen ist die DENEFF das führende Energiewendenetzwerk in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie unter www.deneff.org.