Mittelstand unter Strom: Staatssekretärin Connemann bei ZINKPOWER
Pressemitteilung vom 13. Mai 2026
Remels /Landkreis Leer, 13. Mai 2026 – Wie industrielle Wettbewerbsfähigkeit, Energieunabhängigkeit und Dekarbonisierung zusammen gedacht werden können, stand im Mittelpunkt eines Werksbesuchs bei der ZINKPOWER Gruppe in Remels. Gemeinsam diskutierten Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Heinz Trauernicht (Bürgermeister der Gemeinde Uplengen), Bernd Diener (Verbandsvorsitzender CDU Uplengen), Olaf Eilers (Fraktionsvorsitzender CDU Uplengen), Christine Marin (geschäftsführende Gesellschafterin der ZINKPOWER Gruppe), Christian Noll (geschäftsführender Vorstand der DENEFF e.V.) sowie Tobias Schäfer (Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Feuerverzinken e.V.) über die aktuellen Herausforderungen und Chancen der industriellen Transformation.
Der Besuch fand eine knappe Woche nach dem „Tag der Energieunabhängigkeit" am 5. Mai statt – dem symbolischen Datum, ab dem Deutschland rechnerisch vollständig auf Energieimporte angewiesen ist. Über zwei Drittel der Energieträger werden aus dem Ausland importiert. Vor diesem Hintergrund wurde in Remels deutlich, welche Rolle industrielle Prozesswärme künftig für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und eine unabhängige Energieversorgung spielt.
Die ZINKPOWER Gruppe steht dabei beispielhaft für energieintensive industrielle Wertschöpfung im Mittelstand. Feuerverzinken ist ein zentraler Bestandteil langlebiger industrieller und öffentlicher Infrastruktur, etwa für die Energienetze, Verkehr, Bau und Industrieanlagen und trägt durch den langfristigen Korrosionsschutz zur Verlängerung von Lebenszyklen und zur Materialeffizienz bei.
Beim Rundgang durch den Standort wurde deutlich, wie stark energieintensive Industrieunternehmen aktuell unter Druck stehen: Hohe Energiekosten, verzögerte Netzanschlüsse und unsichere Investitionsbedingungen bremsen vielerorts die Umsetzung von Projekten, bei denen Gas durch Strom ersetzt werden soll – obwohl die Technologien dazu bereits für viele Anwendungen verfügbar sind.
Prozesswärme als Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Transformation
Im Mittelpunkt des Austauschs standen insbesondere die Prozesswärmestrategie der Bundesregierung, Förderangebote für den Mittelstand, wettbewerbsfähige Industriestrompreise, Energieeffizienz und Flexibilität sowie der Ausbau der Netzinfrastruktur für industrielle Elektrifizierungsprojekte.
Dabei wurde deutlich: Die Transformation industrieller Prozesswärme entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für wirtschaftliche Resilienz, internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunft industrieller Standorte in Deutschland.
Studien der DENEFF gemeinsam mit Prognos, der Hochschule Niederrhein sowie PwC zeigen, dass erhebliche Potenziale für energieeffiziente und fossilfreie Industriewärme bereits heute wirtschaftlich erschließbar wären. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Umsetzung vieler Projekte weniger an fehlenden Technologien als vielmehr an strukturellen Rahmenbedingungen scheitert.
Zitate:
Gitta Connemann, Parlamentarische Staatssekretärin im BMWE und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung:
„Jährlich entstehen in Deutschland durch Rost Schäden in Milliardenhöhe. Feuerverzinken schützt Stahl – langlebig, wartungsarm, robust. Ein Familienunternehmen wie ZINKPOWER in Remels sichert also industrielle Wertschöpfung. Damit unser industrieller Mittelstand in Deutschland eine Zukunft behält, brauchen die Betriebe wieder wettbewerbsfähige Energiepreise. Daran arbeiten wir mit Hochdruck. Und wir arbeiten an Rahmenbedingungen, die Transformation ermöglichen und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit sichern."
Christine Marin, geschäftsführende Gesellschafterin der ZINKPOWER Gruppe:
„Wir haben heute sehr offen darüber gesprochen, dass wir in der Industrie enorme Potenziale für die Elektrifizierung haben. In der Praxis werden wir jedoch allzu oft durch den schleppenden Netzausbau ausgebremst. Um die Transformation erfolgreich zu meistern und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir dringend verlässliche Rahmenbedingungen – dazu zählen insbesondere wettbewerbsfähige Energiepreise und zielgerichtete Förderinstrumente."
Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF e.V.:
„Gerade jetzt wird deutlich, wie wichtig die Dekarbonisierung industrieller Prozesswärme für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und geringere Energieabhängigkeit ist. Wenn wir teure Energieimporte reduzieren, profitiert davon die gesamte industrielle Wertschöpfungskette – von Zulieferern über Unternehmen wie ZINKPOWER als energieintensives Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes bis hin zu Endverbrauchern und der öffentlichen Hand."
Foto anbei zur freien redaktionellen Verwendung:
v. l. n. r. Tobias Schäfer (Bundesverband Feuerverzinken), Michael Krümpelmann (ZINKPOWER), Christine Marin (ZINKPOWER), Christian Noll (DENEFF), Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann (BMWE), Bernd Diener (CDU Uplengen)
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Über die DENEFF
Die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) ist ein unabhängiges, branchenübergreifendes Netzwerk von Vorreiterunternehmen und -organisationen, die ökonomisch und politisch für eine ambitionierte und effektive Energieeffizienzpolitik eintreten. Mit über 200 Mitgliedsunternehmen ist die DENEFF das führende Energiewendenetzwerk in Deutschland.