Auf dem Bild ist die Startposition für einen Sprint zu sehen und soll auf den Sanierungssprint anspielen.
Innovationsprojekt

Sanierungssprint als Prozessinnovation: Handlungsfeldanalyse für die Skalierung

Die Sanierungsrate von Ein- und Zweifamilienhäusern stagniert trotz ihres großen Klimaschutzpotenzials bei unter 1 % und liegt damit weit unter dem nötigen Niveau. Ein Lösungsansatz ist der Sanierungssprint, der durch präzise Planung und parallele Ausführung eine Komplettsanierung in wenigen Wochen ermöglicht. Ziel des Projekts ist es, im Rahmen einer Voruntersuchung Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um den Ansatz zu skalieren und als Standard im Markt zu etablieren.

Projektzeitraum

Juni – September 2025

Fördermittelgeber

Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Projektpartner

-

Die Herausforderung:

Die energetische Sanierung von Ein- und Zweifamilienhäusern ist ein zentraler Hebel zur Erreichung der Klimaziele, wird jedoch bislang nur unzureichend umgesetzt. Obwohl diese Gebäude mit rund 16 Millionen Objekten mehr als 80 % des deutschen Wohngebäudebestands ausmachen, liegt die jährliche Sanierungsrate bei unter 1 % – weit entfernt von den erforderlichen 2–4 %. Ursachen sind komplexe Abläufe, unübersichtliche Kostenstrukturen und hoher Planungsaufwand, die Eigentümer*innen überfordern und häufig zu Einzelmaßnahmen statt zu umfassenden Sanierungen führen. Hinzu kommen Fachkräftemangel, fehlende Standardisierung und mangelhaft koordinierte Gewerke auf Anbieterseite. Ein Ansatz, der diesen Hemmnissen entgegenwirkt, ist der Sanierungssprint: ein prozessorientiertes Verfahren, bei dem durch präzise Planung, enge Taktung und parallele Ausführung der Gewerke eine energetische Sanierung innerhalb weniger Wochen möglich wird. Strategisch kann der Sanierungssprint nicht nur helfen, die energie- und klimapolitischen Ziele des Gebäudesektors zu erreichen, sondern auch den Markt für Anbieter und Eigentümer*innen wirtschaftlich attraktiver machen. Nach der ersten Pilotierung 2023 im Projekt von Agora Energiewende gibt es inzwischen weitere Initiativen in Deutschland, die das Konzept aufgreifen und weiterentwickeln – mit dem Ziel, den Sanierungssprint mittelfristig als neuen Standard im Ein- und Zweifamilienhaussegment zu etablieren. 

Der Lösungsansatz:

Das Projekt „Sanierungssprint als Prozessinnovation“ zielt darauf ab, die Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren für eine breite Skalierung dieses Ansatzes zu identifizieren. Aufbauend auf erfolgreichen Pilotprojekten – etwa der 22-tägigen Sanierung eines Einfamilienhauses auf Effizienzhaus-70-Niveau mit über 90 % Energieeinsparung – werden praxisnahe Handlungsempfehlungen entwickelt, um den Sanierungssprint als marktfähiges Modell im Ein- und Zweifamilienhaussegment zu etablieren. Dazu gehören die Qualifizierung neuer, koordinierender und unterstützender Rollen wie Sanierungscoach und Baustellenassistenz, die Analyse rechtlicher und organisatorischer Rahmenbedingungen sowie die Einbindung zentraler Akteursgruppen, wie ausführende Betriebe, planende und beratende Akteure, Eigentümer*innen, unterstützende Strukturen sowie institutionelle Akteure wie Energieagenturen, Kammern und Verbände. Parallel werden Möglichkeiten zur Standardisierung und zur Schaffung unterstützender Marktstrukturen geprüft, damit der Ansatz bundesweit übernommen werden kann und flächendeckend Sanierungssprint-Baustellen initiiert werden

Einblicke in Projektergebnisse:

Um den Sanierungssprint als neuen Standard im Ein- und Zweifamilienhaussegment zu verankern, werden im Rahmen des Projekts praxisnahe Grundlagen und konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt. Im Projekt erarbeitete Dokumente:

Sprechen Sie
uns an!

Wir suchen interessierte Unternehmen, die am Projekt teilnehmen möchten. Ob als Workshopteilnehmende, Interviewpartnerinnen und -partner oder Beiratsmitglied, es gibt viele verschiedene Mitwirkungsmöglichkeiten. Zudem können Sie auch Ihre Expertise und Praxiserfahrungen in der Forschungs- und in der Pilotierungsphase mit uns und unserem Projektpartner teilen.

Kontaktieren Sie uns und tragen Sie mit uns zum Gelingen der Energiewende im Gebäudesektor bei!

Katharina Wössner
Projektmanagerin

Katharina.woessner@deneff.org