Gebäude-Verbände fordern Regierung auf
Investitionsförderung verlässlich abzusichern
Haushaltsverhandlungen: Emissions-Einnahmen drohen aus
Klimatransformationsfonds in Kernhaushalt abzufließen
Berlin, 21. September 2026 – Im von der Bundesregierung vorgelegten Haushaltsentwurf für 2027 fließen Einnahmen in Milliardenhöhe aus dem Europäischen Emissionshandel (ETS I) nicht wie vorgesehen in den KTF, um über Förderprogramme private Investitionen zu ermöglichen. Stattdessen sollen sie Lücken im Kernhaushalt füllen. Dies läuft der Ankündigung der Bundesregierung zuwider, bei der Gebäudeförderung auf Kontinuität zu setzen und sie bis zum Ende der Legislaturperiode verlässlich und auskömmlich auszustatten.
„Der Gebäudesektor kann wieder zum Wachstumstreiber für die deutsche Wirtschaft werden.
Die verfügbaren Fördermittel im KTF sind zentral, um den Markt nach langer Unsicherheit
wieder zu aktivieren. Insbesondere die BEG sorgt dafür, dass viele Projekte bei den aktuell
hohen Zinsen leistbar bleiben. Ein Modernisierungsturbo kann aber nur zünden, wenn sicher
ist, dass die Mittel im Gebäudebereich verlässlich zur Verfügung stehen.“, so Henning
Ellermann, Geschäftsführender Vorstand der DENEFF.
Eine breite Verbändeallianz aus Eigentümervertretern, Immobilienwirtschaft, Handwerk und
Bauindustrie, die die ganze Wertschöpfungskette des Gebäudebereichs vertritt, appelliert deshalb in
einem offenen Brief an die Abgeordneten des deutschen Bundestags: Die Einnahmen sollen im KTF
verbleiben, damit Eigentümer und Unternehmen sicher langfristig planen können.
Die Förderprogramme im KTF – Zentral für den Gebäudesektor
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist das zentrale Investitionsprogramm im KTF. Die
Fördermittel für Gebäudemodernisierung sorgen für einen sinkenden und nachhaltigen
Energieverbrauch. Dies stärkt die Energiesicherheit für jeden Bürger, der sein Gebäude modernisiert.
Aber auch für ganz Deutschland, das weniger abhängig von Energieimporten wird.
Zusätzlich ist die BEG ein Jobmotor: Die energetische Gebäudemodernisierung sichert 600.000
Arbeitsplätze und 2,5 % des BIP. In allen Regionen löst die BEG massive Modernisierungsinvestitionen
aus. Jeder Fördereuro des Staates löst vier Euro private Investitionen aus, die zumeist lokale
Wertschöpfung und Beschäftigung vor Ort sichern.
„Die ganze Branche hat aufgeatmet, als mit der BEG-Reform langfristige Stabilität angekündigt
wurde. Dieses Versprechen muss jetzt gehalten werden.“, so Henning Ellermann.