Berlin. Im Bundestag stehen heute die Verabschiedung der sogenannten Soforthilfe für Gaskundinnen und -kunden sowie die CO2-Kostenaufteilung zwischen Mietenden und Vermietenden auf der Tagesordnung. Keine der beiden Maßnahmen sei geeignet, die notwendigen Einsparanreize zu erzielen, monieren die Energiesparexpertinnen und Experten der die Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz. Wichtige Weichenstellungen für die benötigten Energieeffizienzinvestitionen würden verschleppt. Die CO2-Kostenaufteilung sei im Grundsatz richtig, aber tatsächlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, da der CO2-Preis bei einem Gaspreis von 30 Cent/kWh weniger als ein Cent je KwH und damit nur 2% der Gaskosten ausmacht. Insgesamt bemängelt die DENEFF, dass die Vorschläge zur Soforthilfe und Gaspreisbremse so kompliziert sind, dass selbst die Mitglieder der Gaspreiskommission sie für besonders erklärungsbedürftig hielten. Es sei etwa kaum jemandem bewusst, dass der Gaspreis für Haushalte auch nach Entlastung durch die spätere Gaspreisbremse doppelt so hoch bleibe wie letztes Jahr.