
Social Contracting
Bezahlbares Wohnen, eine effiziente Wärmeversorgung und eine beschleunigte Modernisierung müssen in Einklang gebracht werden. Mieterinnen in unsanierten Gebäuden sind von den Folgen der stockenden Wärmewende besonders belastet, während Eigentümer vor hohen Investitionen zurückschrecken. Fossile Abhängigkeiten bestehen weiterhin fort. Um das Problem zu lösen, schlägt der DENEFF EDL_HUB den innovativen Ansatz „Social Contracting“ vor. So könnte die klimafreundliche Wärmewende nach vorne katapultiert und zugleich sozial gerecht werden.
Die Wärmewende stockt – auch im Mietwohnbestand.
Sie erreicht ausgerechnet Haushalte mit geringem Einkommen nicht
Sie erreicht ausgerechnet Haushalte mit geringem Einkommen nicht

Niedrige Sanierungsrate im Wohnbestand
Die Sanierungsrate für Gebäudehülle und Heizungen bricht ein. Bereits einfache Optimierungen im Gebäudebestand könnten jedes Jahr mindestens 40 Mrd. einsparen. Deshalb muss Deutschland für die Dekarbonisierung bis 2050 1,4 Bill. in den privaten Wohnungsbau investieren.
Blockierter Wärmemarkt
Preisregulierung (AVB / WärmeLV) basiert auf fossiler Kostenlogik. Investitionen in dekarbonisierte Wärme sind unter heutigen Rahmenbedingungen allerdings schwer finanzierbar. Worauf es jetzt ankommt: Das Vertrauen zwischen Verbrauchern und Wärmebranche muss erst wieder aufgebaut werden.


Hohe Energiekosten bei ineffizienten Gebäuden zehren Einkommen auf
Bei einkommensschwächsten 10% d. Haushalte machen Energiepreissteigerungen einen deutlich größeren Anteil des Einkommens aus. 28 % der Mieterinnen und Mieter fallen unter die Wohngeld-Plus-Grenzen und leben in sehr ineffizienten Gebäuden. Gebäude in schlechtesten Klassen (G und H) verursachen allerdings die Hälfte des Gesamtenergieverbrauch im Gebäudesektor.
Social Contracting löst die Investitionsprobleme auf und treibt die Sanierungen und Dekarbonisierung im Mietwohnbestand voran
Was hinter dem Ansatz „Social Contracting“ steckt
Ausgangspunkt für den Ansatz des Social Contracting ist das klassische Energie-Contracting. Dabei planen, finanzieren und betreiben Energiedienstleister Wärmeanlagen und führen Effizienzmaßnahmen am Gebäude durch. Die Investitionskosten werden zunächst vorfinanziert und über den Wärme- sowie den Grundpreis über einen längeren Zeitraum von etwa 10 bis 15 Jahren refinanziert. Im Fokus stehen dabei vor allem die Wirtschaftlichkeit und die technische Effizienz.
Das Modell wird im Rahmen des „Social Contracting“ erweitert. Hierbei wird eine verbindliche soziale Zielsetzung als integraler Bestandteil verankert. Ergänzend zum klassischen Contracting kommen gezielte Förderzuschüsse zum Einsatz, um die Warmmietenneutralität über die gesamte Vertragslaufzeit abzusichern.
Die Wirtschaftlichkeitslücke wird über einen Förderzuschuss, zum Beispiel aus dem BEG, geschlossen. Dadurch kann der Wärmepreis trotz Investitionen in erneuerbare Wärme abgesenkt werden und damit bezahlbar bleiben für vulnerable Gruppen.
Social Contracting macht klimafreundliche Wärme für alle möglich
Durch die Förderung können die Maßnahmen umgesetzt werden, ohne dass für einkommensschwache Mietende eine zusätzliche Belastung entsteht. Vermieter führen dabei Maßnahmen am Gebäude sowie zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung durch.
Neben der regulären BEG-Förderung besteht für Vermieter die Möglichkeit, für qualifizierte Wohnflächen im Rahmen des „Social Contracting“ einen weiteren Zuschuss zu erhalten. Dieser Zuschuss reduziert die Investitionsanteile und ermöglicht es, die Maßnahmen warmmietenneutral umzusetzen.
Die Warmmietenneutralität gilt über die gesamte Vertragslaufzeit zwischen Vermieter und Contractor und ist objektbezogen, sodass sie auch bei einem Mieterwechsel bestehen bleibt.
Insgesamt werden Vermieter durch einen zusätzlichen Investitionskostenzuschuss in die Lage versetzt, entsprechende Maßnahmen warmmietenneutral umzusetzen.
Social Contracting kurz erklärt
FAQ: Die wichtigsten Antworten rund um Social Contracting
Grundverständnis und strategische Einordnung
Soziale Zielsetzung und Mieterschutz
Wirtschaftliches Modell und Finanzierung
Rollen, Akteure und Governance
Rechtlicher und europapolitischer Rahmen
Technische Umsetzung und Klimawirkung
Sprechen Sie uns an!

René Scharr-Hochegger
Policy Advisor & Projektmanager DENEFF EDL_HUB gGmbH
Telefon: +49 (0) 176 / 24832891
E-Mail: rene.scharrhochegger@edlhub.org

Rüdiger Lohse
Geschäftsführer DENEFF EDL_HUB gGmbH
Telefon: +49 (0) 179 / 4887987
E-Mail: ruediger.lohse@edlhub.org



